Pi Radio: Sendestart

Bild: Pi Radio (Kreis)

Sendestart

Dienstag, 25. Mai 2010, 20 Uhr: Heute nimmt Pi Radio offiziell den Sendebetrieb für ein Jahr auf. Wir senden immer Dienstag und Donnerstag ab 20 Uhr bis 6 Uhr am nächsten Morgen. Zu empfangen auf 88,4 und im Südwesten Berlins auf 90,7 MHz.

Pi Radio ist ein Projekt der Radiopiloten, eine im Prenzlauer Berg ansässige Initiative, die seit 2001 zahlreiche Veranstaltungsradios in Berlin durchgeführt hat, sowie dem Glashaus e.V. - Nutzer der Brotfabrik, einem in Berlin-Weißensee ansässigen Kunst- und Kulturzentrum.

Dank

Zuerst einen Dank an alle, die uns unterstützt haben, angefangen bei den Radiomachern und Hörern, bei den Spendern für ein Freies Kulturradio Berlin, bei Pressevertretern und Politikern, die sich für uns eingesetzt haben, auch bei Leuten, die Veranstaltungsradios wie Funkwelle oder Herbstradio ermöglicht haben, z.B. das Stadtkloster Segen oder dieGesellschafter.de. Besonderer Dank gilt unserem Pi-Radio-Partner Brotfabrik, mit dem wir nun schon über ein Jahr wunderbar zusammenarbeiten.

Über uns

Pi steht für die Radiopiloten, die dieses Radio initiiert haben, als ein Pilotprojekt für ein Freies Kulturradio in Berlin, hervorgegangen aus dem Pi-Radio e.V., der sich seit Mitte der 90er Jahre dafür einsetzt, Piratenradio zu legalisieren. Pi könnte aber auch für Picasso, Piano-Lounge, oder John Peel stehen. Mal sehn, was sich noch so ergibt. Pi Radio ist eine Insel in einem Karpfenteich.

Pi Radio ist ein junges Projekt mit einem alten Namen. Der Verein Pi-Radio e.V. begann schon 1995, Veranstaltungsradio in Berlin durchzuführen. Die Radiopiloten initiierten später temporäre UKW-Projekte wie die Hip-Hop Sommerschule (2001), Funkwelle FM (2008) oder Herbstradio (2009/2010). Heute startet Pi Radio einen kontinuierlichen Sendebetrieb mit der Zielsetzung, ein Freies Kulturradio für Berlin zu schaffen. Wir fangen nicht ganz bei Null an, aber fast. Also gebt uns ein wenig Zeit. Die Entscheidung des Medienrates, dass wir senden können, liegt gerade mal 2 Wochen zurück. Vor 11 Tagen haben wir beschlossen, dass wir das Angebot annehmen, und seit einer Woche gibt es erst Pi Radio. Wir befinden uns noch im Aufbau, und bitten um Verständnis, wenn nicht gleich alles rund läuft.

Noch ein paar Worte zu Herbstradio. Herbstradio war ein Veranstaltungsradio, das im Herbst 2009 drei Monate und im Februar 2010 einen Monat täglich 24 Stunden auf der Berliner UKW-Frequenz 99,1 MHz sendete - aus zwei Studios: unserem hier im Prenzlauer Berg und dem von Klubradio im Haus der Kulturen der Welt. Die beiden Programme haben sich gut ergänzt. Nun senden wir und Klubradio auf der 88vier wieder getrennt, dafür kommen noch vier weitere Radioveranstalter hinzu: multicult.FM, Ohrfunk, BLN.FM, Twen.FM, sowie zusätzlich der Offener Kanal Berlin - ALEX.

Im Vorfeld der Ausschreibung der Frequenzen sprachen wir uns für ein Freies Kulturradio Berlin aus, unter dessen Dach die einzelnen Radiogruppen hätten senden können. Der Medienrat beschloss aber, dass alle Antragsteller einzeln berücksichtigt werden, dafür aber unter dem Dach der Medienanstalt senden. Wir setzen uns auch weiterhin für ein Freies Kulturradio Berlin ein - ein Radio das nicht auf die Koordination der mabb angewiesen ist, auch wenn wir diese momentan, zumindest in technischer Hinsicht, durchaus würdigen können. Vielleicht klappts ja irgendwann auch mit einer Vollfrequenz. Es muss nicht immer Pi sein, aber jetzt ist erst einmal ein guter Zeitpunkt, um sich auf unsere Wurzeln zu besinnen: Pi - die unberechenbare Konstante.

Programm

Pi Radio wird inhaltlich an Herbstradio anschließen, d.h. wir senden nach wie vor Berliner Stimmen und ihre Musik. Mit im Programm sind unter anderem folgende Radiogruppen:

Abendlandung, Ahnes Liedermacher, Berlin Beatet Bestes, Berliner Runde, Bewegungsradio, Boulevard Radio, Brainwashed, Die Tilo und Ekko Show, Digital in Berlin, Dipolantenne vom Club der polnischen Versager, Garage Punks, Hauptstadtteam, Kinofunk, Lauschrausch, Lesestunde, Man Bite Blog, microfon, Mikro.fm, Mondkalb, Musikzelt, Nordpolzigeuner, Onda - Nachrichtenpool Lateinamerika, ORWOhaus, Pipeline, Polanskifunk, Radio F-Hain, Salon Bruit, Sand FM, Smük TV, Spätkauf FM, Sprechmaschine, The Brain sowie Autoren der Lesebühnen Surfpoeten, Reformbühne Heim und Welt, LSD und Chaussee der Enthusiasten. Momentan nicht im Programm sind z.B. das Kantinenradio vom Kantinenlesen in der Kulturbrauerei sowie das Kultmagazin Radio Voodoo. Viele Radiomacher können leider nicht mehr auf Sendung gehen, weil wir a) zu wenig Sendezeit haben und b) einfach zu spät beginnen, sodass manche werktätigen Gäste nicht mehr ins Studio kommen können.

Nach drei Monaten soll es eine Evaluation der 88vier von der Medienanstalt geben. Wir hoffen, dann bessere und mehr Sendezeiten zu bekommen, um den Sendeanfragen, die wir erhalten, ansatzweise gerecht werden zu können - nichts gegen die anderen Radioveranstalter - der Wunsch ist doch legitim. Es wäre schön, wenn Vertreter aus Politik und Presse sich auch weiterhin so für uns einsetzen, wie sie es bei Herbstradio getan haben. Nicht zuletzt Ihnen ist es zu verdanken, dass die Medienanstalt unsere jahrelange Arbeit endlich honoriert hat. Wir akzeptieren die Entscheidung des Medienrates, wollen uns auch bei ihm bedanken, und gehen optimistisch an die Sache heran.

Kommentare

Empfang

Wenn der Empfang schon nordöstlich vom Fernsehturm aufhört bzw. miserabel ist, fragt es sich doch was das alles überhaupt soll mit diesem Programm. Auf 88.3 strahlt übrigens ein polnischer Sender mit ca. 100facher Sendestärke ein, deshalb kann der Empfang Richtung Osten auch nicht richtig funktionieren, jedenfalls nicht vom Postgiroamt mit 100 Watt.

Empfang

Da sind wir hier eher der falsche Ansprechpartner für deine Probleme.

Die Sendetechnik und die Frequenzzuteilung hat das MABB und Alex in ihrer Hand.

Wir sind nur kleine Rädchen im großen Spiel der Medienpoltischen Landschaft von Berlin-Brandenburg, ohne Mitspracherechte.

Deswegen solltest du das mit unserem regierenden Bürgermeister klären.

Podcast

wäre es nicht toll Eure Sendungenen im Anschluss als Podcast zu veröffentlichen? Bei Eurer knappen Sendezeit muss man ja schon genau daran denken im richtigen Moment das Radio einzuschalten. Ich fänd's auf jeden Fall super und ausserdem wäre Eure Arbeit dadurch nicht so vergänglich, wie es beim Senden über den Äther der Fall ist.

Ich wünsche Euch viele Hörer,
Robert

Antw: Podcast

Mh, was ist schon ewig. Heutzutage wird alles gesammelt und konserviert, Unmengen an Datenschrott - wir werden aber trotzdem sterben, das ist mal sicher. Also bloß nicht erst irgendwelchen Illusionen hingeben..
Scherz beiseite: wenns bei uns runder läuft, gibts bestimmt auch ausgewählte Podcasts. Bis dahin lebe die Vergänglichkeit!

empfängnis

Also wenn ick mir oben auf den Schrank stelle, Antenne in der Nase, einen Finger an der Kurbel, dann hab ich fast einen guten Empfang mit nur wenig Rauschen hier in Kreuzberg auf der Achtachtvier.
Allerdings im andern Zimmer. Danke trotzdem fürs Funken.

Antw: Empfängnis

Wolltest Du nicht umziehen? In Klein Machnow z.B. kannst Du uns auf 90,7 hören. Und da soll es auch sonst nicht übel sein.

Ansonsten:
1. Vielleicht setzt sich ja doch noch der Gedanke bei der mabb durch, in Mono zu senden, dann kannst Du wenigstens die Antenne wieder aus der Nase nehmen.
2. Ca. ab nächste Woche wird es wohl auch einen Internet-Stream geben.. naja, erst den rechner anmachen

lg und danke für Deinen Sportsgeist