Pi Radio: Das zweite Jahr

Bild: Pi Radio (Kreis)

Mittwoch, 25. Mai 2011, 19 Uhr: Pi Radio geht in sein zweites Sendejahr auf 88vier. Wir senden nun jeweils mittwochs und donnerstags und zwar von 19 Uhr bis 6 Uhr früh.

Noch ein paar Worte dazu:

Zuallererst einen großen Dank an die ca. 150 Sendemacher, die das letzte Jahr auf Pi Radio mitgewirkt haben! Danke auch an alle Studiogäste und Unterstützer. Und einen großen Dank an die Brotfabrik, unseren Partner, bzw. Projektträger, der uns Pi Radio immer hat so machen lassen, wie wir es für richtig hielten, und uns mit Rat und Tat zur Seite stand.

Die 88vier war nicht das, was wir uns für Berlin gewünscht haben. Sie stellte aber einen Anfang dar, nämlich die Möglichkeit, dass auch Radioveranstalter neben dem Offenen Kanal Berlin kontinuierlich nichtkommerzielles Radio machen können. Die 88vier ist kein Freies Kulturradio, wie wir es nach Herbstradio im Zuge der ersten Ausschreibung eingefordert haben. Aber wir haben auf 88vier Freies Kulturradio gemacht (sind sogar Mitglied im Bundesverband Freier Radios geworden) - und im zweiten Sendejahr verbessert sich die Situation: das Freie Radio Potsdam, Studio Ansage und CoLaboRadio - alles Radiogruppen, die schon seit Jahren in Berlin-Brandenburg aktiv sind - sind neu zur 88vier hinzugekommen. Einige Sendemacher dieser Gruppen sendeten das letzte Jahr auf Pi Radio - mit vielen verbinden uns auch ältere Radioprojekte.

Letztlich müssen wir all unseren Sendemachern dankbar sein, die es das erste Jahr auf diesem Sendeverbund, der inhaltlich oft unerträglich war und noch dazu in der Nordhälfte Berlins schlecht zu empfangen ist, ausgehalten haben. Auch auf Pi Radio gab es öde Gespräche, belangloses Zeug, peinliche Auftritte etc. Aber wir bemühten uns, bis 2 Uhr nachts fast nur Live-Sendungen zu spielen, Wiederholungen nur im Ausnahmefall und Playlists überhaupt nicht - was man leider nicht von allen 88vier-Partnern behaupten konnte. Von der Musikauswahl haben wir ein weiteres Spektrum geboten als jeder andere Berliner UKW-Sender - die leichteste Übung. Und, wir werden immer besser.

Was kommt im zweiten Sendejahr 88vier auf uns zu? Qualitative Quantensprünge sind nicht zu erwarten, aber vielleicht ein etwas lebendigeres Gesicht - zumindest, was die Abendzeiten ab 19 Uhr betrifft.

Was ändert sich auf Pi Radio? Da wir schon eine Stunde eher beginnen können, läuft die Berliner Runde nun von 19 bis 20 Uhr. Am Mittwoch wird die Berliner Runde (nach aktuellem Planungsstand) von einer Kooperation aus Radio Corax (Halle), FSK (Hamburg) und Pi Radio (Berlin) gestaltet werden - vorläufiger Name: Radia Obskura - eine Sendung, die zeitgleich in allen drei Sendegebieten ausgestrahlt wird (Sendebeginn 1. Juni). Weiterhin freuen wir uns, fast allen Sendemachern frühere Sendetermine anbieten zu können: die meisten Redaktionen beginnen nun schon eine Stunde eher. Auch neue Sendemacher kommen hinzu. Also schaun wa mal.

Radiopiloten

Kommentare

DAB+

Heute ist das neue DAB+ Digitalradio gestartet. Wäre gut, wenn auch das 88vier-Programm hier zu hören wäre, denn die jetzige UKW-Frequenz taugt ja nicht viel.

DAB+ (Nachtrag)

The main reasons for transmitting terrestrially (gegenüber broadband) are:

- Free-to-air access
- Delivery to all reception scenarios, especially mobile
- Near-universal coverage
- Affordable costs for viewers, listeners and broadcasters
- Direct access to audiences – no gate keeping
- Legal obligations fulfilled – terrestrial transmission is usually mandatory
- Suitable for regional / local coverage
- Reliability (e.g. in emergency situations)
- Simplicity of use for the viewers

Quelle: http://tech.ebu.ch/docs/techreports/tr013.pdf

Alles klar...

UKW für alle

Hey da können ja die ganzen derzeitigen Profi-Radiosender endlich ihr Trimedialen Sachen bei DAB+ machen und uns endlich eine stadtweit zu empfangene neu freigewordene 5000 Watt UKW Frequenz zuteilen.

Dann taugt UKW wieder ;)

empfang

ja sie taugt nicht viel. aber die radioempfänger, mit denen die meisten versuchen, diese frequenz zu empfangen, taugen noch viel weniger

Gut...

Gut so!