MABB: Ergebnisse Ausschreibung 88vier 2012

88vier: Sendeplan 3. Sendejahr 2012-2014 im Vergleich

Heute wurden uns die Ergebnisse der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) zur aktuellen Ausschreibung 88vier mitgeteilt. Die erste Nachricht: Potsdam ist ab 21. Mai 2012 raus. Eine klare Ansage des Medienrates. Mehr zur neuen Sendezeitenverteilung hier:

Der Medienrat hat sich auf seiner gestrigen Sitzung am 19. April 2012 nicht davor gescheut, das Freie Radio Potsdam nach einem Probejahr wieder aus dem Berlin-Brandenburger UKW-Senderaum zu verbannen. Frrapo, dass im Mai 2011 einen Kaltstart hingelegt hat und mittlerweile über mehr als 25 Redaktionen verfügt, wird ab 21. Mai 2012 nicht mehr lizensiert. Damit sind die einzigen nichtkommerziellen Vertreter Brandenburgs als erste 88vier-Gruppe überhaupt von der Medienanstalt rausgeworfen worden.

Noch eine wichtige Änderung: die neuen Sendezeiten wurden nicht wie bisher für ein Jahr vergeben, sondern nun für zwei Jahre.

  • Weiterhin wurde auch die Sendezeit der restlichen Freien Gruppen (Pi Radio, Colaboradio und Studio Ansage) beschnitten: sie dürfen jetzt eine Stunde später beginnen (20 Uhr). Beantragt hatten sie, um 17 oder 18 Uhr starten zu können. Immerhin: sie dürfen sich nun auch offiziell als Community Radio bezeichnen - die drei Gruppen bilden nun einen intern verwalteten Bereich.
  • Ohrfunk ist draußen (oder beim ALEX?), Byte.FM Berlin dafür neu drin.
  • Reboot.FM hat eine Stunde weniger bekommen und wurde mehr in den Abend geschoben.
  • Twen.FM wurden die 6 Stunden vor Null Uhr abgezogen.
  • Multicult wurden die 5 Stunden nach ihrem Morgenmagazin abgezogen (9-10 Uhr).
  • Der Offene Kanal ALEX soll ab Mai 2012 nun 56 Stunden erhalten, aktuell sind es 45 Stunden.
  • Fazit: Die Hörer des Offenen Kanals können sich als einzige wirklich freuen über die Entscheidung des Medienrats der mabb.

Die Sendezeiten im Überblick:

06:00 - 9:00 Uhr

  • Multicult.FM: 21h

9:00 - 20:00 Uhr

  • Infothek (Mo-Fr 9-10 Uhr): 5h
  • ByteFM Berlin (Mo-Fr 10-12 Uhr): 10h
  • Multicult.FM (Sa+So 9-12 Uhr): 6h
  • Alex - Offener Kanal Berlin: 56h

20:00 - 6:00 Uhr

  • Studio Ansage, Colaboradio, Pi Radio (Mo-Do 20-06 Uhr): 40h
  • Reboot.FM (Fr-So 20-24 Uhr): 12h
  • Twen.FM (Sa-Mo 0-6 Uhr): 18h

Kommentare

Empfang taugt sowieso nichts

Die Aufregung lohnt sich eigentlich nicht, so lange das Programm auf einer derart miserablen Frequenz läuft. Eure Forderungen müssten sein, dass 88vier komplett auch auf DAB+ und im Kabelradio läuft, sowie ernsthafte Bemühungen für einen verbesserten FM-Empfang unternommen werden. Ansonsten wäre ein dauerhafter Testton das passenste Programm, um auf die Lage aufmerksam zu machen.

x-mal Angefragt

Ja die Verbesserung der Sendeleistung (UKW) wird von uns immer wieder gefordert. DAB+ wurde uns mündlich von einem Vertreter der MABB angekündigt/angeboten, ich weiss nicht inwieweit das jetzt auf dem Tisch liegt…

DAB+

Der Digitalradio-Empfang ist selbst am Berliner Stadtrand und im Umland ausgezeichnet (selbst im Bad ohne Fenster), wobei die zurzeit angebotenen Transistorradios schon eine unterschiedliche Empfangs- und Lautsprecherqualität haben. Es werden aber ständig neue Geräte auf den Markt gebracht, nur Receiver für Hifi-Anlagen gibt es noch nicht.

Ich würde den Verantwortlichen empfehlen, auf DAB+ zwei nichtkommerzielle Radioprogramme mit je 64 kbit/s zu betreiben (ein OK- und ein NKL-Programm) und die Verbreitung auf UKW 88.4/ 90.7 nach kurzem Parallelbetrieb einzustellen, denn diese UKW-Frequenzen taugen eigentlich nur für Kreuzberger bzw. Babelsberger Lokalfunk. Die Kosten dürften ungefähr die gleichen sein. Es könnte auch einen Austausch von ausgesuchten Sendungen geben. Wenn man ein kreatives, zukunftsorientiertes Programm machen will, sollte auch auf eine entsprechende Verbreitung gesetzt werden, und dafür sind ja jetzt die technischen Voraussetzungen geschaffen.

Nochmal DAB+

DAB+ (Nachtrag) warum das keine Probleme löst.

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The main reasons for transmitting terrestrially (gegenüber broadband) are:

- Free-to-air access
- Delivery to all reception scenarios, especially mobile
- Near-universal coverage
- Affordable costs for viewers, listeners and broadcasters
- Direct access to audiences – no gate keeping
- Legal obligations fulfilled – terrestrial transmission is usually mandatory
- Suitable for regional / local coverage
- Reliability (e.g. in emergency situations)
- Simplicity of use for the viewers

Quelle: http://tech.ebu.ch/docs/techreports/tr013.pdf
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"Die Kosten dürften ungefähr die gleichen sein." na du Träumst aber. Des weiteren ist DAB+ für so etwas in Berlin nicht ausgerüstet:

"Ob die lokal konzipierten Blöcke außerhalb Bayerns überhaupt gefüllt werden können und wann das der Fall sein wird, ist Ende 2011 noch offen. Das betrifft auch die Metropolen-„Layer“ in attraktiven Ballungsräumen - nicht nur Hannover und Hamburg -, sondern z.B. Berlin. In der Hauptstadt senden etwa 20 Privatradios auf UKW. Sie könnten zwei DAB+-Ensembles füllen, die kostengünstig betrieben werden können. Jedoch können sich die Veranstalter offenkundig eine Doppelversorgung nicht leisten - zumindest in der Einführungsphase, in der DAB+ nur eine geringe Reichweite bietet. Inwieweit hier kleinzellige Sendenetze (nach dem Beispiel des Leipziger DVB-T Stadtkanals) eine kostengünstige Alternative bietet können, ist ebenfalls noch offen." Quelle: http://www.dehnmedia.de/?page=radio&subpage=senderland

So und jetzt mein Senf dazu:

Regional- und Nationalradios sollen auf DAB+ geschickt werden, die Lokalradios sollen die freien Plätze auf UKW behalten oder neu bekommen, da die Verbreitung über DAB+ für diese kaum Vorteile bringt. Sie sind auch besser selber zu Betreiben und zu Finanzieren.

Aber das löst nicht unser Problem, da wir in Berlin-Brandenburg eigentlich keine Rechte haben und gar nicht existieren dürfen... deswegen ist dein Vorschlag, ob ich nun auf UKW oder auf DAB+ *nichtsenden* darf... na Holla, für den Arsch, Alta...

Lies einfach mal das Landesmediengesetz... und danach noch mal die TechPaper von DAB+.

Ansonsten stelle ich fest, früher wollten immer irgendwelche Leute uns Internetradio andrehen wenn wir Erfolgreich Radio gemacht haben, jetze kommen irgendwelche immer mit DAB+ weil es ne gute Medienanalyse gab... Hab da das Gefühl hier machen Leute immer ihr Marketing-Spam...

Unsere Zielgruppe hört aber leider nur UKW und das am besten 24h rund um die Uhr. Warum sollte ich mich dann in die DigitalWüste abschieben lassen.

Sogar ByteFM will auf einmal UKW, und die Frequenzen in Berlin sind knüppeldicke voll, da kann es ja so schlecht nicht sein.

Bis 2025 gibst das UKW auf jeden noch und ich will 24h Vollfrequenz ohne diesen MABB-Pioniernachmittag.

Von Digitalwüste kann man

Von Digitalwüste kann man inzwischen wirklich nicht mehr sprechen, das hat nichts mehr mit den alten DAB-Experimenten zu tun. Der Empfang und die Bedienung der Geräte ist einfach besser als auf UKW. Ich bin von keiner Lobby, sondern hatte mir nur neulich ein DABplus-Radio gekauft. Sicher ist UKW zurzeit noch wesentlich populärer weil überall verbreitet. Nur bei so einer Frequenz wie 88.4 nützt das auch nicht viel. Dein Wunsch nach einem selbstbetriebenen UKW-Sender ist doch sehr unrealistisch, selbst wenn genug Frequenzen frei wären. Ansonsten ist klar: NKL-Community-Radios sollten hier endlich in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen werden.

Selbstbetriebenen UKW-Sender

Zitat: "Nur bei so einer Frequenz wie 88.4 nützt das auch nicht viel. Dein Wunsch nach einem selbstbetriebenen UKW-Sender ist doch sehr unrealistisch, selbst wenn genug Frequenzen frei wären."

Was denn? Wieso denn?

* Say What! (2005 auf 95.2 MHz mit eigenem Sender)
* Radioherbst FM (2005 auf 88,4 MHz mit eigenem Sender)
* Funkwelle FM (2008 auf 95,2 MHz mit eigenem Sender)
* Herbstradio (2009 auf 99,1 MHz mit eigenem Sender)
* Herbstradio Kinofunk (2010 auf 99,1 MHz mit eigenem Sender)
* Radio Einheit (2010 auf 99,1 MHz mit eigenem Sender)

Jetze wüsste ich auch nicht warum wir das nicht wieder machen könnten, teilweise mit besserer Reichweite, aber wie gesagt die MABB verkauft die künstlich verknappte Luft in Berlin. Und die zur Verfügung stehenden Mittel werden z. B. in Babelsberg verbrannt.

Aber ich frage wieder was hat DAB+ mit dem Rauswurf und Sendezeitenentzug von Community Radios zu tun? DAB+ wird den Landesmedienvertrag nicht ändern, denke ich... ist eher technisch.

UKW läuft aus

Ja, Veranstaltungsfunk habt ihr mit eigenem Sender gemacht, technisch kein Problem. Aber sendet ein Freies Radio in Deutschland langfristig mit eigener Sendeanlage bzw. ist das rechtlich möglich? Letztlich ist es egal, denn ab einem bestimmten Zeitpunkt, vermutlich noch in diesem Jahrzehnt, wird es keine neuen oder verlängerten UKW-Lizenzen mehr geben. Keine Ahnung was dann damit passiert, vielleicht wird der Mobilfunk interessiert sein. Dann kannste mit deinem Sender höchstens noch Piratenradio machen.

Leider hat euch der Betrieb auf 88vier offensichtlich davon abgehalten, einen offiziellen Status für Freie Radios/NKL in Berlin-Brandenburg politisch durchzusetzen, was ja nach EU-Recht eigentlich möglich sein sollte.

"Ja, Veranstaltungsfunk habt

"Ja, Veranstaltungsfunk habt ihr mit eigenem Sender gemacht, technisch kein Problem. Aber sendet ein Freies Radio in Deutschland langfristig mit eigener Sendeanlage bzw. ist das rechtlich möglich?"

Nö.

"vermutlich noch in diesem Jahrzehnt, wird es keine neuen oder verlängerten UKW-Lizenzen mehr geben."

Nö,

"Keine Ahnung was dann damit passiert, vielleicht wird der Mobilfunk interessiert sein."

Nö.

"Dann kannste mit deinem Sender höchstens noch Piratenradio machen.

Nö.

"Leider hat euch der Betrieb auf 88vier offensichtlich davon abgehalten, einen offiziellen Status für Freie Radios/NKL in Berlin-Brandenburg politisch durchzusetzen, was ja nach EU-Recht eigentlich möglich sein sollte."

Nö.

Wir sollten unser Unmut

Wir sollten unser Unmut direkt per Mail an die Verantwortlichen senden, damit die Mitkriegen was für ne Scheiße sie angestellt haben. Intern werden die Vorschläge für die 88,4 von einer Einzelperson erarbeitet und von Medienrat nur abgenickt, die wissen doch gar nicht was sie da angerichtet haben. Lasst sie uns aufklären wir wollen das FRAPO weiter senden kann und das die Freien Radios weiter ab 19 Uhr besser 18 Uhr senden.

Mails persönlich an die Vorsitzende des Medienrates Prof. Dr. Jutta Limbach mail@mabb.de

Lasst uns Druck machen wir sind die Hörer ...

Ähm der MABB ist es egal wer

Ähm der MABB ist es egal wer irgendwas hört.

Sie ist nur eine Behörde die Gesetzliche Reglungen durchsetzt, die unsere gesetzlichen Vertreter ausbaldowert haben.

und trotz dem entscheiden sie

und trotz dem entscheiden sie über die Sendezeiten auf der 88vier und wenn wir die nicht anschreiben erfahren die auch nix von unserm Unmut....

alle verlieren

kurios: es wurden ja wirklich alle beschissen. nur ALEX belohnt. weil sich damit wunderbar gelder verschwenden lassen. das sind übelste alte zeiten.

könnten sich nicht alle zusammentun und eine gemeinsame eingabe an die mabb schreiben? der offene kanal gehört ins kabelnetz. weg damit aus ukw.

'der offene kanal gehört ins

'der offene kanal gehört ins kabelnetz. weg damit aus ukw.' teilweise ist das ja heute schon so - bis auf ausgesuchte wellenreiter des systems. aber wie sagt der lötkolben zur bauanleitung? wenn euch die sender nicht gefallen, schafft euch eigene...

Freies Radio

Mal wieder wurde ein Freies Radio in Deutschland abgeschaltet. Und dann auch noch in Brandenburg, das nicht einmal einen Offenen Kanal beherbergt. Die Stimmen, die damals sagten, dass die 884 Freies Radio eher verhindern, als fördern würde, haben nun Recht erhalten. Schade, schade, schade, Leute.

Kopfschüttel

und sie haben nichts gelernt!

Das heißt, Ihr macht jetzt

Das heißt, Ihr macht jetzt schön Euer Community Radio? Dann könnt Ihr doch Potsdam weiter bei Euch senden lassen, oder?

Eine glatte Sechs

Selbst wenn, die wichtigsten Sendezeiten wurden euch weggenommen (19:00 bis 20:00 Uhr). Damit wird ein Potsdamer Kinderradio (namo) sinnlos, oder? Auch die Berliner Runde war mir jetzt schon zu spät. Und schade um Eure Hamburg/Halle-Geschichte. Es geht anscheinend nicht mehr ums Radiomachen hier. Nicht um Vielfalt oder Hörer, sondern nur darum, wie die Medienanstalt die Gelder für den Offenen Kanal und sein Medieninformationszentrum am besten rechtfertigen kann. Danke für diese klare Position.

Vier Radios beantragen einen Community Radio Bereich, und der Medienrat schmeisst einfach eins davon vorher raus, damit er dem Bereich weniger Sendezeiten zu geben braucht (denn er weiss, dass das Community Radio die Potsdamer aus seinem Selbstverständnis heraus natürlich aufnehmen muss). So kann die mabb behaupten, dass die bestehenden (drei) Community-Radio-Gruppen Sendezeiten hinzugewonnen hätten. Aber insgesamt wird dem Berlin-Potsdamer Community-Radio, welches vier Gruppen sind, die Sendezeit gekürzt. Interessante Logik. Das geht vielleicht auf dem Papier auf, aber jedem halbwegs klar denkenden Menschen müssen doch einfach nur die Fragen kommen, oder?

Medienanstalt Berlin

... und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg streicht das Brandenburg in ihrem Namen und schliesst das sogenannte "MIZ Medienkompetenz- und Innovationszentrum Babelsberg" und verteilt die GEZ und Steuerkohle an die, die Community-Radio machen.

Jepp das wäre Okay ;)

frrapo - Strafe muss sein

... interessant auch, dass der Medienrat, also das Beschlussgremium der Medienanstalt Berlin/Brandenburg, genau das Potsdamer Radio aus dem Sender schmeisst, dem noch dieselbe Medienanstalt im letzten Sommer angeboten hatte, in das Medieninnovationszentrum zu ziehen ....

noch mal zum mitschreiben:

2001
die MABB überlegt, die Medienausbildung in Brandenburg zu stärken

2005
die MABB beginnt mit Planungen für den Neubau eines Medienzentrums in Potsdam Babelsberg

2006
die MABB legt dem Medienrat ein erstes Konzept für ein Medienzentrum vor

Februar 2008
die MABB legt ein erneut ein Nutzungskonzept vor

November 2009
"Ohne den Bedarf für ein Neubauvorhaben im Rahmen der Planung
abschließend ermittelt und die Vorteilhaftigkeit dieser Realisierungsvariante
gegenüber einer Mietlösung aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
festgestellt zu haben, hat die MABB im November 2008 beschlossen, ein
MIZ zu errichten, ein entsprechendes Baugrundstück zu erwerben und die
Rücklage für das MIZ auf 5,4 Mio. € zu erhöhen." (1)

Juni 2010
Richtfest für das Medieninnovationszentrums der MABB (2)

März 2011
der Landesrechnungshof stellt
"Erhebliche Versäumnisse bei der Planung eines Medieninnovationszentrums durch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg"
fest. Weiter heisst es:
"Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat seit dem Jahr 2005 einen Gebäudekomplex zur Förderung von Projekten im Bereich der Medienkompetenz geplant und inzwischen zum Teil errichtet, obwohl dem kein entsprechender, im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ermittelter langfristiger Bedarf zugrunde liegt. Ungeachtet dessen hat sie vor der Entscheidung für den Neubau naheliegende alternative Lösungs
möglichkeiten nicht untersucht, um die wirtschaftlichste Realisierungsvariante zu bestimmen. Das nicht bedarfsgerechte Neubauvorhaben hat bisher Ausgaben von 6,2 Mio. € (Grunderwerbskosten sowie Bau- und Planungskosten) ausgelöst. Die den Haushalt der MABB belastenden jährlichen Bewirtschaftungskosten für das im 1. Bauabschnitt errichtete Gebäude werden auf 110 000 € geschätzt." (4)

April 2011
zum ersten mal wird in Potsdam ein freies Radio von der MABB lizensiert

19. Mai 2011
das MIZ wird in Potsdam-Babelsberg eröffnet (3)

20. Mai 2011
das erste Freie Radio des Landes Brandenburg, frrapo, geht auf Sendung

Sommer 2011
dem Lizenznehmer "frrapo" (Freies Radio Potsdam) wird angeboten, Studios im MIZ in Babelsberg zu nutzen. frrapo lehnt ab, u.a., um dem Zentrum und damit dem Geschehen der Stadt näher zu sein.

19. April 2012
frrapo, das Freie Radio Potsdam, wird nicht mehr lizensiert

21. Mai 2012
frrapo, das Freie Radio Potsdam, wird abgeschaltet

FAZIT des Landesrechnungshofes:
"Wäre die MABB bei der Vorbereitung und Realisierung des Neubaus eines
MIZ diesen Vorgaben konsequent gefolgt, hätte sie frühzeitig erkennen können, dass hierfür kein entsprechender Bedarf besteht. Damit hätte sie unnötige Ausgaben von 6,2 Mio. € für den Grundstückserwerb und die Errichtung eines Gebäudes sowie die dauerhafte Belastung ihres Haushalts mit jährlichen Folgekosten allein für den Unterhalt und die Bewirtschaftung dieses Gebäudes von geschätzt 110 000 € vermeiden können." (5)

(1) http://www.berlin.de/imperia/md/content/rechnungshof2/jahresbericht_2011... S. 163
(2) http://www.alex-berlin.de/lesen/news/152
(3) http://www.mabb.de/miz-babelsberg0.html
(4) http://www.berlin.de/imperia/md/content/rechnungshof2/jahresbericht_2011... S. 160
(5) http://www.berlin.de/imperia/md/content/rechnungshof2/jahresbericht_2011... S. 166

Boah, die sind so scheiße!

Boah, die sind so scheiße!

Ein schlechter Witz oder?

Ein schlechter Witz oder? Der Offene Kanal, den niemand hört, bekommt noch mehr Sendezeit? Die Potsdamer werden dafür abgeschaltet? Was ist das für ein Medienrat? Haben die überhaupt noch irgendeinen Durchblick? Was für eine gemeine Schieberei!!! Das Namo-Radio aus Potsdam war unsere Lieblingssendung auf diesem Kanal. Wir sind wirklich empört.

Antwort Offener Kanal

Der Offene Kanal, den niemand hört, bekommt noch mehr Sendezeit?

Ob jemanden zuhört, oder nicht, ist hier - leider - kein Argument.

Ja, aber nur beim Offenen

Ja, aber nur beim Offenen Kanal selbst. Bei allen anderen ist es ein Argument. Ironie der Geschichte.

Antwort Wie?

Wie meinste das?

Ich bin eigentlich dagegen, dass Potsdam im "Communitybereich" mitsendet. Sie könnten aber zum offenen Kanal gehen und die ganze Sendezeiten dort beanspruchen :)

Und: wo wird die Entscheidung der MABB begründet? Wie immer findet man nichts, gar nichts dazu auf mabb.de

na so:

die einzige Motivation aller 88vier-Radios ist, dass sie gehört werden. Bis auf den offenen Kanal: der wird ohnehin finanziert und ist nur dazu da, dass irgendwelche Leute auch mal ans mikro dürfen. Also der offene Kanal darf gar kein Radio machen, dass auf Hörer abzielt - die anderen aber schon. Die bekommen nur keine Sendezeit. Als ob alles, was etwas erfolg haben könnte im berliner äther sofort verhindert werden müsste - könnte ja konkurrenz werden

byte.fm ist natürlich hörbar,

byte.fm ist natürlich hörbar, aber die vorstellung, dass die zielgruppe von byte.fm für eine stunde oder zwei die 88,4 findet, ist lächerlich. die zielgruppe hört's eh online, oder sogar als simulcast auf dradiowissen (dab+/online).