Auch wenn sich die tatsächlichen Ergebnisse nicht wesentlich von den Prognosen unterscheiden: Die Realität einer breiten Zustimmung zum Wahlprogramm der rechtsextremen AfD lässt uns erschrocken zurück.
Die AfD hat Radio CORAX bereits im Vorfeld der Wahl zum Problem erklärt. Das Freie Radio CORAX ist seit über 26 Jahren täglich 24 Stunden im Raum Halle zu hören. Die Inhalte werden von mehr als 400 Vereinsmitgliedern sowie in Kooperation mit Vereinen, Initiativen und Institutionen ehrenamtlich gestaltet. Als gesamtes Projekt stehen wir für Vielfalt und ein Miteinander über Grenzen hinweg.
Wir senden ein Programm, das nicht nur gesellschaftliche Probleme analysiert, sondern auch eine sonst nicht zu hörende musikalische Bandbreite spielt – und damit genau das verkörpert, was die AfD abschaffen will.
Pressemitteilung des Bundesverbands Freier Radios vom 2. Dezember 2025
Logo: Bundesverband Freier Radios
Während der gemeinsamen Berichterstattung der freien Radios (https://www.freie-radios.de/mitteilungen/14630-liveberichterstattung-zu-den-widersetzen-protest-am-samstag) über die Proteste in Gießen am vergangenen Wochenende (https://www.freie-radios.net/139395), insbesondere am 29. November 2025, wurden fast alle Radioredakteur*innen in ihrer Pressearbeit behindert. Presseausweise und Auftragsbestätigungen wurden durch Einsatzkräfte ignoriert, der Zugang zu wesentlichen Orten des Geschehens erschwert oder gar verhindert. Im Ergebnis war eine Berichterstattung von bestimmten polizeilichen Maßnahmen unmöglich.
„Das Journalist*innen durch die Polizei von der Berichterstattung über Räumungen von Sitzblockaden gehindert werden ist eine massive Verletzung der Freiheit der Berichterstattung“ stellt Aljoscha Hartmann aus dem Vorstand des Bundesverbandes Freier Radios fest. In einem Fall ließ die Polizei einen Journalisten nach Vorzeigen der Auftragsbestätigung zur Berichterstattung von Radio Corax sowie des Aufnahmeequipments trotzdem nicht in die Nähe einer Räumung einer Sitzblockade, mit dem Vorwand, die Person hätte zu wenig Equipment dabei. „Es kann nicht sein, dass Presse nur ist, wer nach Meinung eines Polizisten genügend schwere und teure Technik dabei hat. Für Audio- und Textberichterstattung gibt es nur minimale technische Anforderungen.“
Bis zum 21. April 2025 gilt der „Early Bird“-Rabatt, danach kostet’s ein bisschen mehr. Deshalb: früh anmelden, das hilft uns auch besonders bei der Planung.
Es gibt wieder alles, was das Radioherz begehrt: Radiokunst, Journalismus, Moderation, Musik und Politik. Jeweils besondere Angebote, die wir in unserem Radioworkshop-Alltag sonst eher weniger finden.
Der Teilnahmebeitrag deckt die Kosten für die Übernachtung auf dem Campgelände, welches uns wieder der DGB zur Verfügung stellt. Bei der Anmeldung zahlt ihr nur für die Übernachtungen, denn wir werden auch in diesem Jahr wieder vom Freiburger Kochkollektiv Maulwürfe bekocht. Das Essen zahlt ihr vor Ort als Spende direkt an die Maulwürfe. Bitte zögert nicht euch bei uns zu melden, falls ihr euch den Besuch des Radiocamps nicht leisten könnt, dann können wir gemeinsam eine Lösung suchen.
Wie schon die letzten Jahre hoffen wir, dass viele Redakteur_innen aus den transkulturellen Sendungen dabei sein werden. Wir kümmern uns um die nötige Übersetzung. Bitte teilt uns auch mit, wenn es zusätzlich zu Deutsch, Französisch und Englisch weiteren Bedarf an Übersetzung gibt! Für Geflüchtete verlangt der DGB grundsätzlich keine Übernachtungskosten. Für Menschen, die noch im Aslyverfahren sind oder ähnliches, zahlen wir auch das Essen und die Fahrtkosten.
Wie jedes Jahr ist das Radiocamp vor allem ein Camp von uns allen, für uns alle. DIY, selber machen, anpacken sind also erwartet! Ganz konkret könnt ihr euch gerne bei uns melden, wenn ihr Lust habt bei der Awarnessarbeit, der Übersetzung oder bei der Kinderbetreuung zu helfen! Für beide Aufgaben suchen wir noch dringend helfende Hände, schreibt uns also am besten sofort Abgesehen davon, wenn ihr bei dem Camp seht, dass was gemacht werden muss, oder wer Hilfe braucht, seid so nett und packt mit an, damit alle möglichst viel Spaß und möglichst keine Arbeit haben.
Die Freien Radios Berlin-Brandenburg (FR-BB) sollen Ende 2025 ihren wichtigsten Ausspielweg über UKW verlieren. Das ist die vollendete Tatsache, vor der die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) die Freien Radios mit der Ausschreibung ihrer Frequenzen sowie dem Verkauf des eigentlichen Senders stellt. Eine Entscheidung, der die betroffenen Sender nie zugestimmt haben – auch wenn sie im Rahmen der von den FR-BB stark kritisierten Audiostrategie der MABB nicht überraschend kommt. Der Bundesverband Freier Radios (BFR) verurteilt diese Entscheidung und fordert, dass die MABB den Freien Radios als nicht-kommerzielle Lokalsender auch in den kommenden Jahren einen Sendebetrieb auf UKW ebenso wie auf DAB+ ermöglicht.
Die Freien Radios in Berlin und Brandenburg haben, ebenso wie alle Freien Radios, ein sehr großes Interesse daran, über etablierteterrestrische, flächendeckende Verbreitungsformen zu senden. Das ist aktuell, nach wie vor in erster Linie UKW. Denn nach wie vor ist DAB+ für viele Hörende nicht Priorität. Egal ob im Land Berlin oder im Land Brandenburg. Denn allen wohlwollenden Statistiken zum Trotz ist die Verbreitung von DAB+ Empfangsgeräten und vor allem deren verbreitete Nutzung fraglich. Alleine deshalb ist es geboten, wie noch 2018 von der damaligen Direktorin der MABB, Dr. Anja Zimmer, versprochen, den Sendebetrieb auf UKW dauerhaft sicherzustellen und parallel zu DAB+ zu bedienen (Simulcast-Betrieb). Deswegen hatte die MABB schließlich die Antennen selbst auch gekauft. Umso überraschender ist es, dass nun in der Ausschreibung explizit erwähnt wird, dass die Frequenzen 88,4 MHz für Berlin und 90,7 MHz für Potsdam, die bereits seit 2010 von den Freien Radios genutzt werden, nun an andere und auch privat-kommerzielle Anbieter vergeben werden sollen. Statt wie darin behauptet, mehr Medienvielfalt zu ermöglichen, verdrängt die MABB damit faktisch zugangsoffene Medien zugunsten kommerzieller Sparten- und Formatprogramme.
Die Freien Radios Berlin-Brandenburg fordern deswegen schon lange, dass der Simulcast-Betrieb von UKW und DAB+ durch die Medienanstalten auch weiter ermöglicht und gefördert wird. Dieser Forderung schließt sich der Bundesverband Freier Radios mit Nachdruck an. Die Medienanstalten haben u.a. zu Recht den Auftrag, Medienkompetenz zu fördern und den demokratischen Zugang zum Rundfunk zu ermöglichen. Gerade hierfür stehen par excellence freie Radios, die Räume des gesellschaftlichen demokratischen Austausches schaffen und damit aktiv dazu beitragen, Diskriminierungen in der Gesellschaft abzubauen, indem sie diesen das Modell der konkurrenzfreien, solidarischen Assoziation entgegenstellen. Entsprechend erwarten wir als Bundesverband der Freien Radios von der MABB, dass sie die Freien Radios Berlin-Brandenburg dabei unterstützen, einen Simulcast Betrieb auch in Zukunft sicherzustellen – wie die Medienanstalt Hamburg es gerade für dieses Jahr dem FSK ermöglicht hat.
Der jährliche Kongress des Bundesverband Freier Radios (BFR), die „Zukunftswerkstatt Community Media“ findet 2024 vom 31. Oktober bis 03. November in Ulm (Baden-Württemberg) statt.
Wir laden alle Aktiven in den Freien Radios und alle Interessierten ein, an den Panels und Workshops online teilzunehmen.
Der jährliche Kongress des Bundesverband Freier Radios (BFR), die „Zukunftswerkstatt Community Media“ findet 2023 vom 2. bis 5. November 2023 in Halle (Sachsen-Anhalt) statt.
Wir laden alle Aktiven in den Freien Radios und alle Interessierten ein, an den Panels und Workshops online teilzunehmen.